
Schulleiter und SPD-Stadtrat Kai Nopper fordert vor den konkreten Haushaltsberatungen Vorrang für Schulen und bezahlbaren Wohnraum – Start des neuen Interview-Podcasts „Zwischendurch persönlich“

Schulleiter und SPD-Stadtrat Kai Nopper fordert vor den konkreten Haushaltsberatungen Vorrang für Schulen und bezahlbaren Wohnraum – Start des neuen Interview-Podcasts „Zwischendurch persönlich“
Zu Beginn der Beratungen über den Doppelhaushalt 2027/28 meldet sich ein Stadtrat zu Wort, der Schulen täglich von innen kennt: Kai Nopper, Schulleiter der Gemeinschaftsschule Schreienesch, Gemeinderat und Kreisrat der SPD. In der ersten Folge des neuen Interview-Podcasts „Zwischendurch persönlich“ der SPD-Fraktion im Friedrichshafener Gemeinderat spricht er über seinen Weg vom Häfler Stadtkind zum Schulleiter, über seine Aufgaben im Seehasenfest-Präsidium und über drei Thesen für die Stadt.
Schulen zuerst: „Wir haben wenig Geld in unsere Schulen investiert“. Seine erste These ist zugleich seine Kernforderung an den Haushalt: „Wer bei Schulen spart, zahlt später doppelt.“ Das sei keine gefühlte Wahrheit, sagt Nopper, „sondern das kann jeder sehen, der Schulen von innen betritt“. Seine eigene Schule mit knapp 700 Schülerinnen und Schülern habe für die Sekundarstufe keine Aufenthaltsräume und keine freien Differenzierungsräume mehr, die Mensa stoße an ihre Kapazitätsgrenze. Die Pläne für Neubau und Mensa lägen fertig vor; Verzögerungen hätten Natur-, Arten-, Denkmal- und Hochwasserschutz sowie fehlende Mittel verursacht. Nopper hofft, dass der Gemeinderat den Neubau in der anstehenden Haushaltsrunde beschließt. Dringenden Bedarf sieht er auch bei der Graf-Soden-Schule, die Räume für ihre Oberstufe braucht, und bei der Albert-Merglen-Schule, die zur Ganztagsschule werden soll. Schulen seien zudem ein Standortfaktor: Wer gut ausgestattete Räume biete, gewinne leichter Lehrkräfte und bilde die Fachkräfte von morgen besser aus.
Seine zweite These lautet: „Friedrichshafen darf keine Stadt nur für Gutverdienende werden.“ Wer das Leben in der Stadt am Laufen halte, müsse es sich auch leisten können, so Nopper. Die Stadt könne mehr tun als bisher, etwa bei der Vergabe von Baugebieten und Grundstücken: Baurecht solle es nur geben, wenn dort Wohnungen unter der ortsüblichen Vergleichsmiete entstehen. Außerdem sei die städtische Wohnungsbaugesellschaft gefordert, bezahlbare Wohnungen zu bauen.
In seiner dritten These nennt Nopper das Ehrenamt „keine nette Ergänzung, sondern einen zentralen Bestandteil der Stadtgesellschaft“. Die Stadt müsse Vereine stärker unterstützen: mit weniger Bürokratie, verlässlichen Ansprechpersonen und vor allem geeigneten Räumen. Viele Sportvereine hätten zu wenig Hallenzeiten, andere gar kein Vereinsheim. Ein digitales Tool, in dem Vereine freie Räume und Plätze finden und buchen können, stehe nach seinen Angaben kurz vor dem Start. Für Anträge gelte: „Keep it small and simple.“
Persönlich, mit Humor – und mit Haltung. Im ersten Teil des Gesprächs erzählt Nopper, wie sein Zivildienst im mobilen sozialen Hilfsdienst der Arbeiterwohlfahrt ihn geprägt hat, warum er nach zwei Semestern Jura in Konstanz doch Lehrer wurde und wie er mit Christine Waggershauser als Doppelspitze das Seehasenfest organisiert. Zum Schluss nennt er als aktuelles Highlight das Interview des neuen Baubürgermeisters Julius Mihm, der darin die Schulen als wichtigstes Projekt benennt. Als Lowlight beschreibt er die zunehmende Aggressivität in politischen Debatten: „Hart über Inhalte zu streiten, das gehört zur Demokratie. Problematisch wird es, wenn man Menschen abwertet.“ Zuversichtlich stimmen ihn die Kinder: „Die sind alle gut, so wie sie sind.“ Sein Song: „Das Leben ist schön“ von Lea. Außerdem empfiehlt er den Besuch der aktuellen Ausstellung „Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus“ im Zeppelin Museum, dessen Aufsichtsrat er angehört.
Matthias Eckmann, Vorsitzender der SPD-Fraktion, zum Start der Reihe: „Mit ‚Zwischendurch persönlich‘ wollen wir zeigen, wer hinter den Namen im Gemeinderat steckt – ohne Tagesordnung, dafür mit Haltung und Humor. Kai Nopper ist ein idealer erster Gast und ich freue mich bereits jetzt auf viele weitere Folgen.“
Über den Podcast: „Zwischendurch persönlich“ ist der Interview-Podcast der SPD-Fraktion im Gemeinderat Friedrichshafen. In den Folgen sprechen die Mitglieder der Fraktion nacheinander über ihren Weg in die Kommunalpolitik, über drei Thesen für Friedrichshafen und über Persönliches. Die erste Folge mit Kai Nopper ging am 23. Oktober online. Sie ist als Audio auf Spotify und weiteren Podcast-Plattformen sowie als Video auf YouTube und Spotify abrufbar.
Anfragen, Feedback und Vorschläge für künftige Gäste an podcast@spd-friedrichshafen.de.
Pressekontakt: Matthias Eckmann | E-Mail: podcast@spd-fn.de | www.spd-fn.de | Instagram: @zwischendurch_politisch
Homepage SPD Friedrichshafen
03.11.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr Vorstandssitzung des Ortsverein Friedrichshafen
17.11.2026, 16:00 Uhr - 20:00 Uhr Salon Rouge
05.12.2026, 16:00 Uhr - 20:00 Uhr Adventsfeier mit Mitgliederversammlung des Ortsverein Friedrichshafen
Sparkasse Bodensee
IBAN: DE38 6905 0001 0024 1798 97
SWIFT-BIC: SOLADES1KNZ