SPD Bodenseekreis: Überlinger Arzt Dr. Rainer Röver einstimmig zum Landtagskandidaten gewählt

Veröffentlicht am 06.07.2025 in Allgemein

Die SPD-Mitglieder im Wahlkreis 67 – Bodensee wählten am vergangenen Montag den Überlinger Arzt Dr. Rainer Röver mit 100% zum Landtagskandidaten. Als Ersatzkandidat wurde Kai Nopper Schulrektor aus Friedrichshafen ebenfalls einstimmig gewählt.

Die Neuaufstellung war erforderlich geworden, nachdem die bereits nominierte Kandidatin, Dr. Defne Erzene-Bürgin ihre Kandidatur aus persönlichen Gründen zurückgezogen hatte. Dies hatte Erzene-Bürgin dem SPD-Kreisvorsitzenden Leon Hahn im Mai mitgeteilt. 
In seiner Kandidaturrede machte Röver klar, dass es zwar nicht sein Plan gewesen sei an diesem Abend hier zu stehen er aber bereit für die kommende Aufgabe ist. „Das hier ist keine pro forma Kandidatur nur damit jemand auf dem Wahlzettel steht. Wenn ihr Kai und mir heute Abend das Vertrauen aussprecht, dann nehmen wir diese Aufgabe an und dann machen wir zusammen Wahlkampf,“ so Röver weiter. Als Hausarzt, der eine Praxis mit rund 20 Mitarbeitenden leitet, ist die Gesundheitspolitik eines von Rövers Herzensthemen. „Natürlich müssen wir Ressourcen in unserem Gesundheitssystem auch effizient einsetzen, und da wo es Sinn macht auch bündeln. Aber als Sozialdemokraten ist es auch unser Kernauftrag, dafür zu sorgen, dass niemand unverhältnismäßig lange zum nächsten Kreißsaal oder zur nächsten Notaufnahme fahren muss, wenn sie oder er dringende Hilfe braucht,“ stellt Röver in seiner Rede fest.
Der Mangel an Ärzten in Deutschland sei ein hausgemachtes Problem, wenn es jährlich drei Mal mehr Bewerberinnen und Bewerber auf die ca. 12000 Studienplätze gebe. Röver möchte das ändern: „Hochschulpolitik, also auch die Schaffung neuer Studienplätze, ist eine ureigene Länderaufgabe. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir in Baden-Württemberg deutlich mehr Studienplätze für Medizin anbieten, genauso wie für Hebammen.“ Auch kostenfreie Ausbildungsplätze für Ergotherapeuten und Physiotherapeuten seien dringend nötig, denn „viele von ihnen zahlen ihre Ausbildung übrigens immer noch teilweise selbst.“
Auf „Mut und Durchhaltevermögen“ stellte Röver, die anwesenden Genossinnen und Genossen beim Thema Wirtschaft ein. ZF habe rechtzeitig und mutig angefangen das Produktportfolio auf E-Mobilität umzustellen und sei dann unter anderem von der Union im Land und in Europa, sowie der FDP in der Ampel ausgebremst worden. „Ausgebremst von denjenigen die Angst vor dem Fortschritt auch gerne als „Technologieoffenheit“ bezeichnen,“ moniert Röver. Wenn man fast täglich die Rahmenbedingungen ändere, „dann muss ich mich nicht wundern, wenn ich durch so ein ‚heute Hü und morgen Hott‘ aktiv Arbeitsplätze vernichte.“
Zum AfD-Verbotsverfahren hat sich Röver noch keine abschließende Meinung gebildet. Er findet es aber wichtiger, auf die politische Inkompetenz der Partei hinzuweisen. „Die AfD darf nie die Chance bekommen unser Land in den Graben zu fahren,“ sagt Röver weiter. Zum Ende seiner Rede bedankte sich Röver auch bei allen, die sich ehrenamtlich engagieren. „Wir müssen sowohl in der Landes- und Bündnisverteidigung als auch im Bereich Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge endlich das investieren, was schon lange nötig gewesen wäre,“ findet Röver.
Ersatzkandidat Kai Nopper stellte sich ebenfalls mit einer Rede vor. Er betonte seine tiefe Verwurzelung in Friedrichshafen, seinen beruflichen Hintergrund als Schulleiter und seine langjährige kommunalpolitische Erfahrung. Als Arbeiterkind und erster Akademiker seiner Familie stehe er für Aufstieg durch Bildung und soziale Gerechtigkeit. Besonders am Herzen liege ihm eine gerechtere Bildungspolitik – von kostenfreier frühkindlicher Bildung bis hin zu einer gemeinsamen Sekundarschule, die alle Kinder unabhängig von Herkunft fördert.
„Aufstieg durch Bildung – das ist für mich keine abstrakte Formel. Das ist mein eigener Lebensweg“, so Nopper. Er fordert eine Landesregierung, die in Bildung, soziale Sicherheit und verlässliche Wirtschaftspolitik investiert, denn: „Gute Arbeit und gute Bildung gehören zusammen. Wer eine starke Wirtschaft will, muss in Köpfe investieren.“ Mit seiner Kandidatur will Nopper gemeinsam mit Erstkandidat Dr. Rainer Röver ein starkes Zeichen für eine solidarische, gerechte Zukunft im Bodenseekreis setzen.

 
 

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