Für ihre neue Folge 51 haben Matthias Eckmann und Werner Nuber ihren Podcast „Zwischendurch politisch“ kurzerhand nach Stuttgart verlegt – direkt in den Landtag von Baden-Württemberg. Dort trafen sie den SPD-Fraktionsvorsitzenden und Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 8. März, Andreas Stoch, zu einem ausführlichen Gespräch.
Die Anreise verlief dabei nicht ganz reibungslos: Zugverspätung, Zeitdruck und eine spontane E-Roller-Fahrt quer durch Stuttgart gehörten dazu – Parlamentsbetrieb inklusive. Während im Plenum noch namentlich abgestimmt wurde, warteten die Podcaster im Landtag auf ihren Gesprächspartner. Am Ende gelang dennoch ein intensives Interview.
Bildung, Wirtschaft, soziale Sicherheit
Im Zentrum des Gesprächs standen zentrale Themen des Wahlkampfs: Bildungsgerechtigkeit, die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg und bezahlbares Wohnen. Stoch machte deutlich, dass für die SPD die Bildungspolitik „der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe“ sei. Er kritisierte die bisherige Landesregierung für ausbleibende Reformen und sprach sich unter anderem für eine Abschaffung der Kita-Gebühren und stärkere Unterstützung von Schulen in herausfordernden Lagen aus. Auch wirtschaftspolitisch sieht Stoch Handlungsbedarf: Die Transformation in der Automobilindustrie, Fachkräftemangel und die Lage großer Unternehmen wie ZF seien Herausforderungen, bei denen das Land aktiver unterstützen müsse.
Demokratie und klare Kante
Neben landespolitischen Themen ging es auch um die aktuelle politische Stimmung im Land. Stoch positionierte sich klar gegen rechtsextreme Tendenzen und betonte die Bedeutung einer „wehrhaften Demokratie“. Politik dürfe nicht aus „dem Raumschiff Stuttgart“ gemacht werden, sondern müsse nah an den Menschen bleiben.
Politik zum Anfassen
Die Folge verbindet landespolitische Einordnung mit persönlichem Austausch: Neben dem Interview sprechen Eckmann und Nuber über ihre Eindrücke aus dem Landtag, aktuelle kommunalpolitische Entwicklungen in Friedrichshafen um den Weggang des Ersten Bürgermeisters und dessen Nachfolge sowie persönliche Highlights, Lowlights und Musikempfehlungen.