Jährliche Herbstklausur der Fraktion

Veröffentlicht am 10.11.2023 in Pressemitteilungen

Am letzten Oktoberwochenende trafen sich die Genossen der Fraktion SPD / Die Linke wieder gemeinsam mit den Vorsitzenden der drei SPD-Ortvereine (Friedrichshafen, Ailingen, Kluftern) zu ihrer jährlichen Klausurtagung.

Als prominenter Gast war der neue Kultur- und Sozialbürgermeister der Stadt, Andreas Hein, eingeladen. Er hatte seinen Amtseid erst am Montag der Woche geleistet und stellte den Mitgliedern der Fraktion seine Pläne und Ideen für das neue Amt vor.

Den Klausurteilnehmern gefielen insbesondere seine Vorstellungen in Bezug auf die Schulen und Kindergärten. Aus seiner Tätigkeit beim Schulverwaltungsamt in Stuttgart bringt Andreas Hein Ideen zur Pädagogikorientierten Raumplanung mit: Bei dem Neubau  von Schulen und Kitas sollte von pädagogischen Ansprüchen ausgegangen werden.

Beim notwendigen Neubau von Kitas spricht er sich für eine modulare und standardisierte Bauweise aus, die viel Zeit und Geld ersparen kann, eine Idee, die von der Fraktion sehr begrüßt wurde.

Angesprochen wurde die Sporthallensituation in der Stadt  – hier könnte ein online-Belegungsplan erste Abhilfe schaffen, mit dessen Hilfe sollte es möglich sein, eine Übersicht über freie Hallenzeiten einzusehen.

Die Stadt habe viel zu bieten in Sachen Kultur, man müsse das noch besser nach außen tragen und das Potenzial ausbauen, so Bürgermeister Hein. Seine Idee einer Museumsmeile in der Stadt wurde von den Sozialdemokraten positiv aufgenommen. Die Entwicklung des Bereichs Hinterer Hafen biete beste Voraussetzungen. Die Fraktion möchte zudem eine Kulturszene für junge Leute und eine Erweiterung des Zeppelin Museums, um in Zukunft die zahlreichen im Archiv lagernden Kunstwerke präsentieren zu können. Das Schulmuseum sollte modernisiert und erweitert werden.

Die Fraktion gab Herrn Hein noch Anregungen für die Jugendarbeit mit ins neue Amt: so fehlen in der Stadt offene, freie Aufenthaltsbereiche für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren und das Jugendhaus Molke sollte dringend wieder geöffnet werden.

Die Klausurteilnehmer und Bürgermeister Andreas Hein fanden viele Übereinstimmungen, es ist zu hoffen, dass ein Großteil der guten Ideen zeitnah umgesetzt werden kann.

Professor Jürgen Kegelmann von der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl hielt den Impulsvortrag am zweiten Klausurtag:  

In diesem wies er auf die Bedeutung des ISEK Prozesses hin. Die Ergebnisse des Prozesses sollten in Friedrichshafen noch stärker aufgegriffen und weiterentwickelt werden. So kann es gelingen, die Stadtgesellschaft in die Gestaltung der Stadt einzubinden. Das Beispiel Ludwigsburg zeigt, dass damit die Akzeptanz der Beschlüsse von Politik und Verwaltung bei den Bürgern der Stadt verbessert werden kann.

Zudem verwies Kegelmann in seinem Vortrag auf die Notwendigkeit, Verwaltungsprozesse stärker an Projekten zu orientieren, d.h. es sollte weniger in Verwaltungshierarchien als vielmehr projekt- und teamorientiert gedacht und gehandelt werden.

Diskutiert wurden u.a. die Themen  Bildung und Erziehung. Hier sieht die Fraktion Handlungsbedarf insbesondere im Gewinnen von qualifiziertem Personal – das Bauen von Kitas sichert noch keine Betreuungsplätze. Mehr Personal zu gewinnen ist möglich über das Angebot von Mitarbeiterwohnungen, von flexiblen Arbeitszeit- und von Karrieremodellen (Fortbildung, Wechsel von Kita zur Schule) und nicht zuletzt kann Friedrichshafen mit dem Pfund der attraktiven Lage am Bodensee und der Nähe zu den Alpen um Pädagogen und Quereinsteiger werben.

Beim Thema Zeppelin Universität sieht die Fraktion die Notwendigkeit, die Universität und ihre Studenten und Mitarbeiter noch stärker in die Stadtgesellschaft zu integrieren und intensiver mit den örtlichen Betrieben und der Stadtverwaltung zu kooperieren – sei es über Praktika oder Weiterbildung, zum Vorteil beider Seiten.

Schließlich wurde – wie derzeit überall – das Thema Unterbringung von Geflüchteten besprochen. Es gilt nun, für Verständnis bei den Anwohnern von Flüchtlingsunterkünften zu werben, gegenseitige Vorteile aufzuzeigen – z.B. könnten Sportvereine aus den neu Angekommen Mitglieder gewinnen  – gleichzeitig ist Sport ein wichtiger Faktor zur Integration.

Insgesamt blickt die Fraktion auch dieses Jahr wieder auf inspirierende Tage mit vielfältigen und lebhaften Diskussionen mit wichtigen Impulsen für die Gemeinderatsarbeit zurück.

 
 

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