„Das verflixte siebte Jahr“: Eckmann erklärt im Podcast das Ende von SPD/Linke im Gemeinderat

Veröffentlicht am 17.10.2026 in Aktuelles

Friedrichshafen. Folge 69 des SPD-Podcasts „Zwischendurch politisch“ von Matthias Eckmann und Werner Nuber trägt den Titel „Das verflixte siebte Jahr – Zwischen Trennung und Hilfsfahrt“. Sie ist seit Samstag, 17. Oktober, als Video-Podcast auf Spotify und YouTube sowie als Audio-Podcast auf zahlreichen weiteren Plattformen abrufbar. Im Mittelpunkt stehen das Ende der Fraktionsgemeinschaft von SPD und Linken im Friedrichshafener Gemeinderat, der Haushaltsentwurf 2027/28 und die nächste Hilfsfahrt in die ukrainische Partnerstadt Horishni Plavni.

Erste ausführliche Erklärung zur Trennung. Nach sieben Jahren gibt es im Gemeinderat keine gemeinsame Fraktion von SPD und Linken mehr. Im Podcast schildert Fraktionsvorsitzender Matthias Eckmann erstmals ausführlich, wie es auf der Fraktionsklausur dazu kam: Die inhaltlichen Positionen seien zu weit auseinandergegangen, man habe zu oft uneinheitlich abgestimmt. Die SPD bildet künftig eine eigene Fraktion mit fünf Mitgliedern, Sander Frank (Die Linke) gehört dem Gemeinderat als einzelner Stadtrat an. „Es ging nicht um etwas Persönliches. Sander ist ein guter Freund von mir“, sagt Eckmann, „aber inhaltlich liegen wir bei vielen Punkten so weit auseinander, dass wir keinen Mehrwert mehr von dieser Fraktionsgemeinschaft haben.“ Als einen Auslöser nennt er unter anderem unterschiedliche Positionen zum Haushaltsentwurf. Werner Nuber, selbst früher SPD-Stadtrat in der Fraktionsgemeinschaft, sagt dazu: „Wenn man nach sieben Jahren sagt, die Wege trennen sich, dann darf das auch sein.“

Haushalt: „Von einem sehr hohen Niveau“ kürzen. Die Hosts ordnen auch den Haushaltsentwurf 2027/28 ein, den der Kämmerer der SPD-Fraktion auf der Klausur erläuterte. Der Sparzwang entstehe vor allem durch die Lage der Zeppelin-Stiftung. Eckmann verweist darauf, dass Friedrichshafen im Vergleich zu anderen Städten weiterhin viel biete und kaum verschuldet sei: „Wir kürzen jetzt von einem sehr hohen Niveau ein bisschen was runter, um dann auf diesem Niveau bleiben zu können.“ Investiert werden solle in den kommenden zwei Jahren vor allem in Kindergärten und Schulen. Der Gemeinderat soll den Haushalt im Dezember beschließen; bis dahin können die Fraktionen noch Änderungsanträge stellen.

Hilfsfahrt am 30. Oktober – dem Verein fehlen rund 8.000 Euro. Am 30. Oktober startet die nächste Hilfsfahrt in die Ukraine. Mit an Bord sind unter anderem zwei von der Stadt gestiftete, ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge, medizinisches Gerät und Reha-Ausstattung für das Krankenhaus in Horishni Plavni sowie Schlafsäcke für den Winter. Nach Angaben von Werner Nuber hat der Verein „Brücke nach Horishni Plavni e.V.“ für die Ausstattung mehr zugesagt, als bislang an Spenden eingegangen ist; es fehlen rund 8.000 Euro. „Jeder Euro, der gespendet wird, geht ohne Overheadkosten eins zu eins rüber“, so Nuber. Spenden sind möglich über das Konto des Vereins:

Empfänger: Brücke nach Horishni Plavni e.V.
IBAN: DE17 6905 0001 0026 8706 67
Stichwort: Ukraine-Hilfe

Eindrücke aus Berlin und von den amerikanischen Freunden. Bei der Deutsch-Ukrainischen Partnerschaftskonferenz in Berlin war Friedrichshafen mit Bürgermeister Dieter Stauber und dem Verein vertreten. Dort seien in diesem Jahr deutlich klarere Worte gefallen als zuvor: Die ukrainischen Delegierten hätten die Politik der Trump-Regierung teils offen als Verrat bezeichnet, Deutschland und Europa dagegen als verlässliche Partner gewürdigt. Zudem berichten die Hosts vom Gegenbesuch aus Peoria (Illinois), mit dem Friedrichshafen heuer 50 Jahre Städtepartnerschaft feiert. Eckmann möchte dazu einen Hochschulaustausch mit der Zeppelin Universität anstoßen.

Bundespolitik im Blick. Weitere Themen sind die Sondierungen von Linken, Grünen und SPD in Berlin, die zeitweise wegen des Umgangs mit Antisemitismus unterbrochen wurden, die Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt und der Rücktritt von Bärbel Bas. Als Highlights nennen die Hosts unter anderem den Besuch aus Peoria und die Berliner Konferenz. Songs der Woche: „Alors on danse“ von Stromae und „Storm II“ von Gener8ion (Eckmann) sowie „Schokolade mit Eis“ von Sarah Straub (Nuber).

Die nächste Aufnahme ist für den 31. Oktober geplant. Im November hat Peter Gerstmann sein Kommen als Gast in Aussicht gestellt.

„Zwischendurch politisch“ erscheint als Video-Podcast auf Spotify und YouTube sowie als Audio-Podcast auf zahlreichen weiteren Plattformen. Folge 69 ist dort abrufbar.

 

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